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Sunset am Mandalay Hill

Am frühen Nachmittag fuhren wir den Irrawaddy Fluß wieder hinab nach Mandalay. Die letzten beiden Stunden Tageslicht nutzte unsere Reiseführerin, uns durch Mandalay zu scheuchen. Bei dem nicht enden wollenden Verkehr braucht man auch fast eine halbe Ewigkeit, bis man die verschiedenen Sehenswürdigkeiten erreicht.

Ein kurzer Stopp bei den Goldschlägern. Schon auf der Straße war das dumpfe Geräusch der geschlagenen Hammer zu hören. In den Werkstätten werden die Goldplättchen immer noch wie in alten Zeiten hergestellt. In dünnem Papier und Leder verpackt, wird das Gold mit einem schweren Hammer bearbeitet, bis die Goldplättchen hauchdünn sind. Eine harte körperliche Arbeit.

Goldschläger, Mandalay, Burma, Birma, Myanmar

Mandalay, Goldschläger, Myanmar

In einem abgeschotteten Raum – ein Luftzug wäre fatal! – werden die hauchdünnen Goldplättchen zugeschnitten, sortiert und für den Verkauf verpackt. Das Gold wird von den Gläubigen verwendet, die Buddhastatuen und andere Relikte zu bekleben. Das wohl bekannteste Beispiel ist ist wohl die Buddhastatue in der Mahamuni-Pagode in Mandalay, die vor lauter Goldplättchen schon fast nicht mehr als solche zu erkennen ist.

Kuthodaw, Mandalay, Myanmar, Pagode

Weiter ging es zum größten Buch der Welt, zur Kuthodaw Pagode. In 729 weiß getünchten Stupas ist auf 729 Marmortafeln der Pali-Kanon eingemeißelt. Der Pali-Kanon beschreibt das Leben und Wirken Buddhas. Die goldene Kuthodaw-Pagode ist der Shwezigon Pagode in Bagan nachempfunden.

 

Pagode, Myanmar, Mandalay

Kuthodaw, Pali Kanon, Pagode, Mandalay

Das Teakholzkloster ist das einzige Bauwerk, welches vom früheren Königspalast noch ürbig ist. Das liegt daran, dass der Sohn des Königs Mindanon das Gebäude abbauen ließ und außerhalb des Palastgeländes wieder aufbauen ließ. Er nutze es zur Meditation. Durch die Lage außerhalb des Palastgeländes wurde das Gebäude im 2. Weltkrieg nicht zerstört und gewährt einen Einblick wie schön die Bauwerke des Palastes ursprünglich waren.

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Der letzte Programmpunkt des Tages war der Sonnenuntergang, welcher in Mandalay am besten vom 240 m hohen Mandalay Hill zu sehen ist. Oben auf dem Hügel steht eine farbenprächtige Pagode, deren Wände aus Spiegelmosaiken besteht. Alles blinkt und glitzert im goldenen Licht der Abendsonne. Im Vergleich zu meinem Besuch auf dem Mandalay Hill vor 6 Jahren, war an diesem Abend zum Glück nicht so ein Andrang. In aller Ruhe konnte uns unsere Reiseführerin erklären, was von dort oben zu sehen war.

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Mandalay Hill, Burma, Myanmar, Sunset

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Ein wunderbares Erlebnis war die Gruppe der kleinen Nonnen, die mit ihrem Gesang eine ganz besondere Stimmung verbreiteten. In Myanmar gehen die meisten Kinder nur für eine kurze Zeit ins Kloster.

Nonnen, Mandalay Hill, Myanmar

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