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Namibia – Bull’s Party

Ein kurzer Einkaufsstopp in Henties Bay und weiter ging es in Richtung Osten nach Uis. Uis war ursprünglich eine Bergbausiedlung der naheliegenden im Jahr 1990 geschlossenen Zinnmine. Von einer fast verlassenen Geisterstadt, entwickelte sich Uis in den letzten Jahren zu einer Siedlung mit 2.000 Einwohner. Viele Touristen legen hier eine Übernachtung ein, um sich unter anderem die „White Lady“ und weitere Felsmalereien am Brandberg anzuschauen.

Wir warteten die Mittagshitze ab und machen uns am frühen Nachmittag auf den Weg zum Brandberg. Leider wurden wir um bei unsere Ankunft um 15:30 Uhr abgewiesen, da angeblich schon geschlossen war. Ärgerlich, da auch nirgends offizielle Öffnungszeiten zu finden waren.

Tags drauf ging es über die unbefestigte Straße in Richtung Spitzkoppe. Mitten durch das Nichts in flirrendem Sonnenlicht. Da wir direkt an der Spitzkoppe unsere Übernachtung geplant hatten, fuhren wir zunächst vorbei, um uns „Bull’s Party“ anzuschauen. Ursprünglich hatten wir diesen Programmpunkt nicht auf unserer Tour geplant. Es war eine Empfehlung einer in Namibia lebenden Freundin. Und es war eine gute Empfehlung.

Philips Cave – Erongo Gebirge

Bull’s Party liegt auf dem Gelände des Ameinb Gästehauses am Fuße des Erongogebirges.  Als Tagesgast entrichtet man eine Eintrittsgebühr und kann sich auf den Weg zu den atemberaubend schönen Felskugeln aus Granit am Elephant’s Head machen. Da wir in der Mittagshitze unterwegs waren und das Licht zum Fotografieren alles andere als schön war, haben wir uns nur kurz umgeschaut und sind zur Lodge zurück. Wir wollten den Sonnenuntergang am Elephant’s Head erleben und zuvor die Philipps Cave mit den Felsmalereien anschauen. Kurzerhand haben wir uns dazu entschieden, im Ameib Gästehaus zu übernachten, da wir als Tagesgäste um 18 Uhr das Gelände hätten verlassen müssen.

Felszeichnungen Philips Cave – der weiße Elefant

Am frühen Nachtmittag wanderten wir zur Philips Cave. Ein Weg im wahrsten Sinne über Stock und Stein, was uns sehr großen Spaß gemacht hat. In einer guten halben Stunde hatten wir die Höhle erreicht. Der Blick über die felsige Landschaft war traumhaft und die Malereien in der Höhle noch sehr gut erhalten. Unter anderem sieht man hier die bekannte Zeichnung des „weißen Elefanten“.

Bull’s Party – Granitkugeln

Bis wir die bizarren Felsformationen der Bull’s Party und den Elephant‘s Head erreichten, leuchteten die Felsen schon golden in der Abendsonne. Wie überdimensionale Murmeln liegen die kreisrunden Granitfelsen in der Landschaft. Bei manchen der runden Felsen hatte man das Gefühl, sie könnten jeden Moment davonrollen. Wie wir später erfuhren, ist Bull’s Party ein beliebtes Ausflugsziel. Umso mehr schätzen wir es, ganz alleine in dieser besonderen Landschaft zu sein.

Elephant’s Head – Bull’s Party – Erongo Gebirge
Bull’s Party – Ameib Gästehaus – Erongo Gebirge

Als die Sonne am Horizont verschwunden war, machten wir uns auf den Weg zurück der Lodge. Das in der Lodge servierte sehr gute Abendessen war ein gelungener Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

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