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Namibia – Cheetah Conservation Fund

Heute stand der Besuch beim Cheetah Conservation Fund auf unserem Programm. Der Cheetah Conservation Fund, dessen Hauptquartier sich am Fuße des Waterbergs in der Nähe von Otjewarango befindet, erforscht alles, was mit Geparden zu tun hat. Besucher des CCF können an verschiedenen kostenpflichtigen Aktivitäten teilnehmen, um so die Geparden und die Arbeit der Forschungseinrichtung besser kennenzulernen. (Der folgende Beitrag enhält Werbung.)

Wir haben uns für den Besuch beim Cheetah Conservation Fund entschieden, da wir keinesfalls einfach irgendwo „Geparden streicheln“ wollten. Der CCF hat uns angesprochen, da hier das zu schützende Tier im Vordergrund steht und die möglichen Aktivitäten immer in gebotenem Abstand zu den Tieren stattfindet, ohne sie einfach nur vorzuführen. Da der CCF auf die Eintrittsgelder und Spenden angewiesen ist, war es leider ein wenig deprimierend, dass den Tag über kaum mehr als eine handvoll Besucher vor Ort waren. Aber das war einzig und alleine dieser Zeit geschuldet. Der Vorteil war, dass wir die Möglichkeit hatten einen tieferen Einblick hinter die Kulissen in die grandiose Arbeit des CCF zu erhalten, was bei normalem Betrieb sicherlich so nicht möglich gewesen wäre.

Auf dem Gelände des CCF werden nur Geparden beherbergt, die aus vielfältigen Gründen nicht mehr ausgewildert werden können. Das erste Highlight unseres Besuchs war der sogenannte Cheetah Run. Um den jüngeren Geparden genügend Auslauf und Training zu bieten, wurde auf einem großen Gelände eine Konstruktion gebaut, die auf längere Strecken an einem Seil einen vermeintlichen Köder fortbewegt. Ähnlich wie bei einem Windhunderennen, bei dem die Hunde einem an einem Seil befestigten Fellstück nachjagen. In diesem Fall ist es aber ein einfaches Stück Stoff, denen die Geparden in hoher Geschwindigkeit nachjagten und so ihren Bewegungsdrang ausleben konnten. Die Zuschauer werden zunächst in einen eingezäunten Bereich inmitten des Geländes geführt. Dann kommen die Geparden. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell diese Tiere sind – teilweise fast zu schnell, um sie auf einem Foto einfangen zu können.

In aller Ruhe schauten wir ins die kleine liebevoll gestaltete Ausstellung im Visitor Center an und es wurde uns auch eine Reportage auf Deutsch über den CCF und seine Arbeit gezeigt. Eine nette Dame führte uns durch das Areal, wo die anatolischen Hirtenhunde ausgebildet werden. Diese Hunde werden für Farmer ausgebildet, um die Viehherden vor den Geparden und anderen Raubtieren zu schützen. Die Idee dahinter ist, dass weniger Vieh gerissen wird und die Farmer die Geparden nicht einfach abschießen. Im Laufe der Jahre hat sich durch dieses Projekt die Population der Geparden wieder etwas erholen.

Mit dem Safarifahrzeug ging es dann weiter in die weitläufigen Gehege der älteren Geparden. Es war gar nicht so einfach, die Geparden unter den Bäumen und Büschen zu entdecken, wo sie zur heißesten Zeit des Tages ein Schläfchen hielten.

Um 14 Uhr hieß es dann „Raubtierfütterung“. Die Geparden werden nach einem bestimmten Speiseplan gefüttert, welcher möglichst nahe an den Fressgewohnheiten und Möglichkeiten in der freien Wildbahn herankommt.

Zum Abschluß unseres Aufenthalts bekamen wir noch eine exklusive Führung durch die Tierklinik und durch das Genlabor. Hier wird genetisches Material von Geparden aus aller Welt gesammelt und analysiert. Um an Genmaterial zu kommen, gibt es besonders ausgebildete Spürhunde, die den Kot der Geparden erschnüffeln, um so die Geparden in freier Wildbahn nicht zu stören.

Falls ihr mehr über den CCF erfahren möchtet: https://cheetah.org/cheetah-ecolodge/day-visitors/

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