TRAVEL & EXPLORE

Laos 4 – Wasserfälle im Süden

Unser heutiger Weg führte uns aus dem angenehmen Klima des Bolovan Plateaus, wieder hinunter nach Pakse und weiter an den mächtigen Mekong. Aber erst einmal rumpelten wir 120 km auf einer recht eintönigen Straße dahin, die meiste Zeit mehr schlafend als wach. Dann stiegen wir endlich um auf unseren „Seelenverkäufer“, der uns den Mekong hinab zur Insel Don Khong brachte.

19.09.14 Mekong Wasserfälle
Wir fuhren auf dem in dieser Gegend sehr breiten Mekong mit seinen 4000 Inseln, je nach Saison mal mehr mal weniger. Am Ufer die typischen Stelzenhäuser, Wasserpumpen für die Inselbewohner zum Bewässern der Felder, kleine Ziegeleien, die das Material zum Hausbau lieferten – Holz war hier ein rar gewordener Rohstoff. Überall spielende Kinder am Ufer, badende Wasserbüffel, Frauen bei der Hausarbeit und auf dem Wasser die Fischer in ihren wackeligen Booten, die immer wieder die Netze auswarfen in der Hoffnung auf den großen Fang.
19.09.14 Mekong Ufer 19.09.14 Kinder Mekong
Es tuckerte noch lange in unseren Ohren weiter, auch als wir schon längst vom Boot auf die Fahrräder umgestiegen waren und die Insel Don Khong erkundeten. Wir staunten nicht schlecht als Mr. Ping uns am Bootsanleger 3 Fahrräder mietete. Aber ohne Treibstoff – in diesem Fall was zum Essen für uns – ging gar nichts. Die 5 Minuten Fahrt zum Restaurant an der alten Eisenbahnbrücke schafften wir zum Glück gerade noch. Zumal der Sattel des Rades viel zu niedrig und eine Bremse fast nicht vorhanden war. Das konnte ja noch heiter werden!
19.09.14 Wasserfälle Fahrräder 19.09.14 Restaurant19.09.14 Morning Glory
Der Platz auf der Restaurantterrasse mit Blick auf die alte Eisenbahnbrücke und über den Mekong entschädigte für all die Strapazen.
19.09.14 Blick Eisenbahnbrücke19.09.14 Blick Insel19.09.14 Eisenbahnbrücke
Der Teller „Morning Glory“ schmeckte wieder hervorragend. Aber kaum die Teller leer, scheuchte uns Mr. Ping auf die Fahrräder. Eine knappe halbe Stunde durch die Mittagshitze auf einem staubigen Feldweg keuchten wir zum Li Pid Wasserfall.
19.09.14 Slippery19.09.14 Wasserfall 3
Der Wasserfall war beeindruckend, auch wenn man bei niedrigem Wasserstand nur erahnen konnte, auf welche Größe die vielen größeren und kleineren Fälle in der Regenzeit anschwellen würden. Überall ragten die Felsen hervor, die in der wasserreichen Zeit nicht mehr sichtbar sind.
19.09.14 Wasserfall 2 19.09.14 Wasserfall 1
Der Weg zurück bis zur alten Lokomotive war eine Tortur. Die Franzosen hatten während der Kolonialzeit eine Eisenbahnlinie bis nach Kambodscha gebaut, da der Mekong in dieser Region zwischen Laos und Kambodscha nicht schiffbar war – und auch heute noch nicht ist. Von der Eisenbahn ist quasi nur noch ein Teil einer alten rostigen Lokomotive übrig. Waren wir froh, als wir nach einem Fotostopp auf der alten Eisenbahnbrücke im Dorf wieder auf unserem tuckernden Seelenverkäufer saßen und uns den Wind um die Ohren blasen lassen konnten.
19.09.14 Schilder
Unser Minibus brachte uns zum letzten Besichtigungspunkt des Tages, zum Khonphapheng Wasserfall, welcher angeblich der breiteste Wasserfall Südostasiens war. Am Wasserfall war ganz schön was los. Scharenweise einheimische und vor allem Kambodschanische Touristen kletterten auf den Felsen herum und suchten den besten Platz, um sich mit dem Wasserfall im Hintergrund fotografieren zu lassen.
19.09.14 Khone Phapheng
In aller Ruhe schauten wir dem Treiben zu und machten natürlich selbst wieder zahlreiche Bilder. Ach hier waren überall die Felsen zu sehen, die in der Regenzeit überschwemmt sind.
19.09.14 2.Wasserfall2 19.09.14 2. Wasserfall
Nach kurzer Weiterfahrt kamen wir zur Fähre, die uns zu unserem Hotel am anderen Ufer bringen sollte. Wenn das Boot mit dem wir an diesem Tag auf dem Mekong unterwegs waren von mir schon als Seelenverkäufer bezeichnet wurde, da war es mir ein Rätsel um was es sich bei dieser „Autofähre“ handelte!? Der malerische Sonnenuntergang lenkte uns zum Glück auf der Überfahrt ab und wir waren froh, schnell wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.
19.09.14 Fähre

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.