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Kilimandscharo – Die letzte Tagesetappe vom Horombo Hut zum Kibo Hut

Tag 4 unserer Trekkingtour auf den Kilimandscharo. Diesmal lagen 9 Kilometer und wieder 1000 Höhenmeter vor uns. Vom Horombo Hut auf 3720 m ging es zum Kibo Hut auf 4720 m. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir gegen 08:30 Uhr.

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Zunächst ging er steil bergauf durch Geröll, dann begann irgendwann die Einöde. Die Höhe raubte uns immer mehr die Energie und wir krochen wie die Schnecken den Weg entlang. Als dann auch noch dichter Nebel aufzog, war unsere Motivation komplett im Keller. Mein Arm schmerzte immer noch, aber beim Laufen konnte ich ihn still halten.

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Während wir bei der ersten Rast noch etwas von unserer Umgebung sehen konnten, saßen wir bei der Zweiten im dicken Nebel. Zur der Stille kam auch noch, dass wir die wenigen verbliebenen Geräusche nur noch wie durch Watte wahrnehmen konnten. Mit der Feuchtigkeit des Nebels wurde es uns auch immer Kälter, jeder Schritt war irgendwann nur noch ein immenser Kraftakt.

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Nach fast 7 Stunden kam endlich der Kibo Hut in Sicht. Ein paar Steinhäuser mitten im Nichts. Da hier auch eine der Zeltrouten seinen Zielpunkt hatte, standen auf dem steinigen Gelände auch einige Zelte. Schon die Vorstellung, die Nacht im Zelt verbringen zu müssen, brachte mich zum Schaudern.

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Die Räume der Steinhäuser waren mit Doppelstockbetten vollgestellt. Man verbrachte hier auch nur wenige Stunden, bis es gegen Mitternacht in Richtung Gipfel weiter gehen sollte. Wir teilten unseren Schlafsaal mit den jungen Leuten, die Tags zuvor abends auf dem Horombo Hut angekommen waren. Das Briefing der Bergführer ließ auch das letzte Gekicher verstummen. Übertrieben oder nicht, aber von jedem wurde der Blutsauerstoffgehalt gemessen und jeder wurde gefragt, wie viele Lagen Kleidung er in diese Nacht auf dem Weg zum Gipfel tragen würde.

 

Der gesamten Truppe auf dem Kibo Hut wurde ein sehr kalorienreiches Abendessen serviert. Einige klagten schon über Kopfschmerzen und Schwindel. Insgeheim fragten sich wohl fast alle Anwesenden, was sie hier machten!? Draußen regnete es zwischenzeitlich in Strömen und gegen 18:30 Uhr wurden alle in ihre Schlafsäcke gescheucht. Allgemeines Geraschel und Geflüster um uns rum und irgendwann übermannte uns doch ein sehr oberflächlicher Schlaf.

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