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Bali – Rafting auf dem Telega Waja River

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es bei den günstigeren kleinen Anbietern vielleicht nicht so perfekt organisiert ist. Der Vorteil ist aber, dass man nicht mit 20 Schlauchbooten im Pulk den Fluss hinab paddelt. Wir haben uns auch bei allen Raftingtouren für den Fluss Telaga Waja entschieden. Laut unserer balinesischen Freunde ist der Ayung River eher überlaufen und der Flusslauf nicht so idyllisch. Auch vom Schwierigkeitsgrad steht der Ayung River eine Stufe unter dem Telega Waja River. Aber keine Angst, beide Flüsse sind von Anfängern sehr gut zu meistern.

Der Telaga Waja River liegt im Osten Balis. Er bahnt sich seinen Weg den Hang des Vulkans Gunung Agung hinab zum Meer. Die Raftingstrecke den Telega Waja River hinab beträgt ca. 12 km für die man ungefähr 2 Stunden braucht. Der Schwierigkeitsgrad des Flusses ist mit 3-4 angeben. Je nach Lage des Hotels ist man ungefähr ein bis zwei Stunden in die Berge unterwegs. Die Rafting Touren auf dem Telega Waja beim Dörfchen Muncan. Ist man in einer individuellen Gruppe unterwegs, besteht immer die Möglichkeit, dass der Fahrer an schönen Aussichtspunkten anhält, damit einen Moment der grandiose Ausblick über die Reisterrassen genossen und Fotos gemacht werden können.

 

Von der Straße aus führen unzählige Stufen zum Fluss hinunter. Die Ausrüstung wird vom Anbieter der Tour gestellt. Diese besteht aus einem Helm, einer Schwimmweste und einem Paddel. Die Teilnehmer sollten am besten wasserfeste Sandalen oder Schuhe tragen. Flip-Flips sind nicht geeignet, da man diese schnell verlieren kann, wenn man bei Niedrigwasser aussteigen und das Schlauchboot weiterschieben muss. Auch ein T-Shirt zu tragen ist sehr sinnvoll, da ansonsten die Schwimmweste ganz schön scheuern kann. Kameras, Geldbeutel und andere kleinere persönliche Gegenstände werden von den Bootsführern in einem wasserdichten Sack verstaut. Die Taschen mit trockener Kleidung und Handtüchern werden von den Fahrern direkt zum Endpunkt der Tour gebracht, wo man sich duschen und umziehen kann, bevor es das wohlverdiente Mittagessen gibt.
 
Bevor es losgeht, erhalten alle eine kurze Einweisung. Jeder muss mithelfen und paddeln, damit man gut vorankommt. Was anfangs noch recht unbeholfen aussieht, entwickelt sich schnell zur Routine. Auf Kommando wird links, rechts oder beidseitig gepaddelt und das Schlauchboot gleitet den Fluss hinunter. Aufpassen muss man je nach Wasserstand bei den kleinen Bambusbücken, die immer wieder über den Fluss führen. Aber das Kommando, sich nach hinten zu lehnen erschallt bei jeder Brücke früh genug. Die Bootsführer kennen den Fluß in- und auswendig.

 

Schon wenige Minuten nach dem Start heißt es dann aber wieder aussteigen, denn die nun kommenden zwei hohen Stufen im Fluss können nicht mit Passagieren in den Booten heruntergefahren werden. Die leeren Boote schippern die Flussstufen hinunter, Bootsführer und Gäste nehmen eine kleine Treppe am Flussufer. Aber aufpassen! Diese Stufen können ganz schön glitschig sein. Das Einsteigen in das Schlauchboot auf dem Wasser sieht dann nicht mehr so ganz grazil aus wie zu Beginn der erste Einstieg vom Flussufer aus. Nun wird es langsam immer wilder. Dicht bewachsene Berghänge, kleine Wasserfälle und dazwischen immer wieder mühsam angelegte kleine Felder der Bewohner säumen das Ufer. Es geht um Felsen, unter kleinen Wasserfällen durch, mal in rasantem Tempo ganz ohne unser Zutun, dann wieder sehr langsam mit viel Körpereinsatz.
 

 

 
Auf der Hälfte der Strecke wird bei einem schönen Wasserfall eine Pause eingelegt. Frauen des nahe gelegenen Dorfes verkaufen aus ihren Kühlboxen kalte Getränke. Eine kurze Verschnaufpause, um sich die Beine zu vertreten, dann geht es schon weiter. Auch der zweite Teil der Strecke ist sehr abwechslungsreich und wir waren immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Kurz vor Ende der Tour erreichen wir das Highlight der Tour, welches bei den meisten von uns einen ganz schönen Adrenalinkick auslöst. Wir fahren mit dem Schlauchboot eine ungefähr 4 m hohe Stufe hinab. Aber nicht ohne vorher eine genaue Einweisung des Bootsführers erhalten zu haben. Die Paddel werden in die Bootsmitte gelegt und beim Erreichen der Stufe müssen sich alle Insassen des Schlauchbootes auf Kommando nach hinten legen. Viel zu schnell ist das Abenteuer vorbei und wir legen nur wenige Meter nach unserem kühnen Sprung  am Ufer an.
 

 

 
Die Boote werden zusammengepackt und die ganze Truppe macht sich auf den Weg. Wieder unzählige Stufen, diesmal nach oben. Trotzdem wir nur 2 Stunden unterwegs waren, steckt uns die ungewohnte Anstrengung in den Knochen. Staunend lassen wir die Frauen vorbeiziehen, die die schweren zusammengefalteten Boote auf dem Kopf die Treppe hinauf tragen, damit diese wieder zum Ausgangspunkt zurück gebracht werden können. Fast oben angekommen, erreichen wir die Basis des Anbieters. Dort gibt es die Möglichkeit, sich für das Mittagessen zu duschen und umzuziehen. Es wartet ein Buffet mit balinesischen Leckereien auf uns, welches wir auf einer Terrasse mit wunderschönem Ausblick auf den Fluss und das Tal genießen. Satt und müde machen wir uns wieder auf die Heimfahrt durch die schöne Landschaft der Insel.

 

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