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Reisebericht Myanmar – 9. Mandalay und Umgebung

Handwerksbetriebe und die Mönchsspeisung in Amarapura

Endlich hätten wir einmal richtig ausschlafen können, hätte nicht der Muezzin Punkt 5 Uhr von der nahen Moschee zum Gebet gerufen. Mir kam das Gebäude, welches wir von unserem Fenster aus dem 5.Stock sehen konnten, schon gleich suspekt vor. Es sah einfach nicht nach einem buddhistischen Tempel aus, aber wir hatten alles andere als eine Moschee erwartet. 

Sue erklärte uns, dass unser Hotel mitten im islamischen Viertel von Mandalay lag und auch die Hotelbesitzer Moslems sind.

Pünktlich um 8 Uhr startete unser zweiter Besichtigungstag in Mandalay. Vor uns lag wie immer ein langes Programm und wir mussten ein wenig Gas geben, um alles schaffen zu können. Begonnen haben wir mit den Goldschlägern, die das Gold zu den hauchdünnen Blattgoldblättchen verarbeiteten, mit denen die Pagoden, Statuen und anderen religiösen Bauwerke vergoldet wurden. Aber auch die Gläubigen kaufen diese Blättchen, um sie an Buddhafiguren zu kleben. 5 Blättchen kosten ca. 2500 Kyat, was ungefähr 2,50 Euro entspricht, also keine kleine Summe für den Großteil der Bevölkerung. 
Goldschläger Mandalay Myanmar
Weiter ging es ins Viertel der Steinmetze, wo Unmengen von Marmor zu Buddhastatuen aller Größen und Formen verarbeitet wird. Leider war in unseren Koffer nicht mehr genug Platz für so eine nette kleine 1,50 m große Buddhafigur. 
Steinmetze Mandalay Myanmar

 

Silberschmiede Mandalay Myanmar

 

Pappmache-Firguren Manufaktur Manadalay Myanmar
In der Seidenweberei konnten wir unseren Kaufrausch nicht mehr unter Kontrolle halten und zogen beide mit einem bunten Beutelchen mit einem netten blauen wunderschönen schicken herrlichen Seidenschal von Dannen. Sogar Sue konnte nicht widerstehen und kaufte einen der Schals. 
Weberei und Stickerei Mandalay Myanmar
Knapp aber pünktlich schafften wir es zur Mönchsspeisung ein einem der größten Klöster Amarapuras, welches ca. 20km von Mandalay entfernt lag. Diese Mönchsspeisung, ich würde es eher „Mönchsfütterung“ nennen, ist meiner Meinung nach eine sehr zwiespältige Sache. Viele Touristen schauen einigen hundert Mönchen zu, wie sie mit ihrer Reisschale in einem langen Zug vor ihrem Speisesaal von edlen Spendern den Reis in die Schalen gefüllt bekommen. Schön anzuschauen und bewundernswert, wie geduldig die Mönche die vielen Touristen mit Fotos und Kameras um sich herum ertragen. So mancher Tourist würde ihnen wohl gerne auch noch unter ihr Gewand schlüpfen wollen. 
Kloster Amarapura Myanmar

 

Mönchsspeisung Kloster Amarapura Myanmar
Weitere Mönchsbilder aus Myanmar findet ihr hier
Die Fahrt über den Fluss nach Sagaing dauerte eine Weile und vor dem Mittagessen schauten wir uns noch das Viertel der Töpfer an. Massenweise werden dort in mühevoller Handarbeit große Tonkrüge hergestellt und jeden Tag am Nachmittag zum Brennen auf einen zentralen Platz gebracht. Diese Krüge werden auch heute noch auf dem Land zur Kühlung verwendet, aber auch in der Stadt zur Aufbewahrung von Essen. A propos Essen, beim heutigen Mittagsessen habe ich festgestellt, dass mein heiß geliebter chinesischer Wasserspinat, mein „Morning Glory“ wie er in Thailand genannt wird, hier ganz einfach Wassergrass heißt. Ich ließ mir eine große Portion davon mit viel Knoblauch und Oyster Soße schmecken. 
Töpfer Sagaing bei Mandalay Myanmar

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