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Kilimandscharo – Vom Mandara Hut zum Horombo Hut auf der Marangu Route

Die Nacht war lang, das Nachtlager hart, die Geräusche um uns herum laut und ungewohnt. Um 6:30 Uhr wurden wir mit einer großen Tasse heißen Kaffee geweckt. Das ließ die Lebensgeister schnell zurückkehren. Tag 2 unserer Trekkingtour auf den Kilimandscharo.

Um 8:30 Uhr brachen wir zu unserer nächsten Etappe auf. 11 Kilometer und 1000 Höhenmeter vom Mandara Hut (2720m) zum Horombo Hut (3720m) in 6 Stunden. Der Weg zum Horombo Hut führte uns zunächst weiter durch den Märchenwald. Moosbewachsene Bäume, Farne und saftiges Grün um uns herum. Sogar eine Affenfamilie ließ sich blicken.

Mandara Horombo Kilimandscharo Kilimanjaro

Nach einiger Zeit wandelte sich das Landschaftsbild. Es wurde hügelig und karger. Um uns herum nur noch niedrige Büsche und kleine Bäumchen. Durch den Regen am Vortag war es sehr rutschig und matschig und das Wasser lief in kleinen Bächen die Hänge herunter. Der Weg über die Hügel zog sich wie Kaugummi.

Madara Horombo Trekking Kilimadschao Kilimajaro

Nach der Mittagsrast fing es kurzzeitig an in Strömen zu regnen. In Windeseile zogen sich alle um. Regenjacken, Regenhosen, Regenschutz für den Rucksack und schon nach wenigen Metern waren wir nicht nur von außen klatschnass, sondern auch von innen, da es unter den Regenklamotten mollig warm und feucht wurde. Glücklicherweise hörte es auch bald wieder auf zu regnen. Also wieder alles ausziehen und einpacken.

Hormobo Hut Kilimandscharo Trekking Tansania

Mit jedem Höhenmeter wurde auch der Tagesrucksack schwerer. Wir hatten zwar nur das Nötigste eingepackt, aber schon die 2 Liter Trinken und das Lunchpaket hatten ihr Gewicht. Gegen 15:30 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, den Horombo Hut. Für diese Nacht hatten wir eine Hütte für uns und hängten erst einmal die nassen Klamotten zum Trocknen auf.

Bei Kaffee und Keksen beobachteten wir die nach uns ankommenden Wanderer. Den Rest des Nachmittags erkundeten wir die Umgebung und genossen den herrlichen Blick in Tal. Vom Kilimandscharo konnten wir hinter einem Hügel versteckt nur ein kleines Stück des Gipfels erhaschen. Dafür zeigte sich der Mawenzi in voller Göße und strahlte regelrecht bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Horombo Hut Kilimnajaro

Der Horombo Hut hat zwar auch die gleichen dreieckigen Holzhütten wie der Mandara Hut, dafür aber ein nagelneues Haus mit sauberen Toiletten und Duschen. Uns war es unerklärlich, wie eine Herrentruppe bei dieser Kälte duschen konnte. Mal abgesehen davon, dass es kein warmes Wasser gab, herrschte in den Innenräumen Außentemperatur, da die Fenster alles andere als dicht und zu waren.

Kilimandscharo Kilimanjaro Horombo Hut

Wie am Vortag, saßen nach Einbruch der Dunkelheit alle auf den harten und unbequemen Bänken im Speiseraum und verschwanden gegen 20 Uhr alle in ihren Hütten. Diese Nacht machten wir es uns etwas bequemer, da wir die Matratzen der beiden leeren Betten zusätzlich unterlegen konnten.

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