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Bali – Affenwald, Vulkane und der Quelltempel Tirta Empul

Ein Tagesausflug zu den Vulkanen und Bratan-See mit Besuch des Affenwaldes bei Ubud und der Besichtigung des Puri Tirta Empul vermittelt dem Bali-Reisenden einen kleinen Eindruck, wie schön und abwechslungsreich ein Aufenthalt auf Bali sein kann. Angeboten wird diese Tagestour von allen Reiseagenturen.
 

Die Fahrstrecke von Sanur zum Affenwald bei Ubud beträgt zwar nur knapp 25 km, man ist aber je nach Verkehrsaufkommen über eine Stunde unterwegs. Es geht die enge Bergstraße empor vorbei an kleinen Siedlungen und durch dichte Wälder.
Der Affenwald bei Ubud liegt am Ende der Monkey Forest Road. Er gehört zu den größten Affenwäldern der Insel. Schon auf dem Parkplatz wird man von Händlern umringt, die Bananen für die Affen verkaufen. Diese kosten natürlich ein Vielfaches im Vergleich zum lokalen Markt. Nicht nur mir waren die Langschwanz-Makaken nicht ganz geheuer, trotzdem wanderten wir tapfer durch den Wald. Wunderschöne große alte Bäume säumen den Weg zum am Fluss gelegenen Tempel, der über eine malerische Brücke erreichbar ist. Sobald die herbeieilenden Affen merkten, dass es bei uns keine Bananen gab, ließen sie uns zum Glück in Ruhe.
Besucher mit Bananen wurden jedoch regelrecht belagert und manch einer der frechen Affen stibitzte schnell die gesamte Tüte und verschwand mit seiner Beute schnell im Gebüsch oder auf dem nächsten Baum. Die ausgewachsenen Affenmännchen wiegen ungefähr 10 kg, die Weibchen sind etwas kleiner. Laut unserem balinesischen Reiseführer leben in diesem Wald 4 große Affengruppen. Da die Affen auch sehr aggressiv werden können, sollte man sehr vorsichtig sein.

 

Auf dem Weg zu den Vulkanen kommt man an wunderschönen Reisfeldern vorbei, wo sich auf jeden Fall ein Fotostopp lohnt. Es ist erstaunlich, wie viele Variationen der Farbe Grün die Natur hervorbringen kann.

 

Weitere Fotos von den Reisterrassen findet ihr HIER

Zum Mittagessen besuchten wir in einem Restaurant mit großer Aussichtsterrasse. Man hatte freien Blick auf den Vulkankrater des Mount Batur und dem dazugehörenden Kratersee Lake Batur. Im Hintergrund der etwas wolkenverhangene Gipfel des Vulkans Agung, der mit seinen 3142 m der höchste Berg der Insel Bali ist. Im ganzen Gebiet werden Wanderungen oder Mountainbike Touren angeboten. Am Lake Batur kann man sogar Boot fahren. Für die sportlichen Touristen ist auch eine Besteigung des Vulkans Agung möglich, diese startet in den frühen Morgenstunden, um den Sonnenaufgang auf dem Berg erleben zu können. Der Vulkan Agung ist im Jahre 1964 zum letzten mal ausgebrochen. Wir haben uns die Kulisse von verschiedenen Aussichtspunkten angesehen.

 

Auch auf dieser Tour gab es den obligatorischen Stopp an einer Obstplantage. Zur Verkostung reichten die Plantagenbesitzer es verschiedene Sorten Tee und boten natürlich die Möglichkeit, den berühmten teuren Kopi Luwak zu probieren. Fasziniert beobachteten wir die „Oma“ der Familie, die in aller Ruhe vertieft in ihre Arbeit die auf dem Feuer röstenden Kaffeebohnen rührte. Sehr angenehm ist, dass man als Gast auf diesen Plantagen sehr freundlich behandelt wird, auch wenn man keinen Großeinkauf der feilgebotenen Tees, Kaffees, Gewürze oder Souvenirs macht.

 

Weitere Infos zum berühmten Kopi Luwak und Fotos findet ihr HIER

Mein persönliches Highlight war der Besuch des Tempels Pura Tirta Empul, welcher einer der wichtigsten Wallfahrtstempel der Insel ist. Pura Tirta Empul heißt übersetzt „sprudelnde Quelle“ und der Tempel liegt auch nahe der Quelle des Flusses Pakrisan, welche von den Vulkanen gespeist wird. Auch in der Trockenzeit versiegen die Wasserspeier nie, die in ein großes Wasserbecken münden. Dem Wasser wird eine reinigende und auch heilende Wirkung nachgesagt. Jede der einzelnen Wasserspeier soll seine eigene Wirkung haben, sodass die Gläubigen von Fontäne zu Fontäne ziehen und ihre Rituale vollziehen. Die Waschungen sollen Geist und Körper reinigen und vor Krankheiten und der Missgunst schützen. Auf den Wasserspeiern stapeln sich die kleinen geflochtenen Opferkörbchen mit den dargebrachten Opfergaben der Gläubigen. Der Tempel liegt auf einem weitläufigen schönen Gelände, sodass die Besichtigung schon fast zum Pflichtprogramm eines Bali-Reisenden gehört. Um die Geschichte des Tempels ranken sich verschiedene Sagen. Im Grunde ging es auch hier, wie bei vielen anderen Sagen, um den Kampf Gut gegen Böse.

 

 

 

 

 

Weitere Fotos vom Quelltempel Tirta Empul findet ihr HIER

Leider war auf der Rückfahrt nicht mehr genügend Zeit, sich im Künstlerdorf Ubud ausführlich umzuschauen. Bei einem Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen in einem der vielen schönen Cafes mit gemütlichem Garten stärkten wir uns aber noch für die Rückfahrt zum Hotel.

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